Per chi pensa che i misteri del Pontormo siano altrettanti importanti di quelli del Pentagono....
CRISTIANO LOVATELLI RAVARINO NEWS
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.:: Dos Mysterium der Zeichnungen von Francis Bacon"(The mistery of
.:: the drawings of Francis Bacon


.:: Il pił importante sito di controllo inglese al mondo su Francis Bacon
.:: "School of Francis Bacon"intervistandomi ricostruisce in modo scientifico
.:: e fulminante la vicenda dei disegni regalatimi dal pittore e la sua stessa vita.

Als ich vor mehr als 20 Jahren begann, von den Zeichnungen von Francis Bacon zu sprechen (meine Intuition hatte einen eher elemanteren Grund: er schenkte sie mir), fragten sich nicht wenige, ob ich in Sachen Trunkenheit nicht schon den anglo-irischen Meister ubertraf. Nun, da die Tate Gallery triumphierend verkiindet, die freigiebige Schenkung von 1200 Zeichnungen von Bacon erhalten zu haben, die seinem Hausnachbarn Barry Joule gehòrten (wobei es sich in Wirklichkeit gròBtenteils um iiberzeichnete Fotos oder um Bucherseiten, die mit einigen Arabesken verzieri sind, handelt), hat die Weisheit der Zeit vielleicht, wie iiblich, gezeigt, dafi ich doch nicht vom Alkoholdelirium erfaBt war oder zweifelhafter Bòswilligkeit.
Um eine Geschichte zu erzahlen, kann man die Bibel heranziehen oder den Geist einer schlagfertigen Bemerkung.
Meine Geschichte lafìt sich folgendermafien gekùrzt wiedergeben (die nicht einmal in dem hervorragenden Buch von Giorgio Soavi skizziert werden konnte): Im Jahr 1976, als ich Bacon auf dem Abschiedsfest von Balthus in der Villa Medici kennenlernte, fragte er mich, ob ich mit ihm in London leben wolle. Ich antwortete ihm, daB ich in sein Genie verliebt sei, aber nicht bis zu dem Punkt, ein Radchen in seinem Mechanismus zu werden.


Und dafi mein Beruf der eines sei, nicht der eines Ausgehaltenen. Ich bin denen,
die an meine Stelle getreten sind, dankbar - die verschiedenen John Edwards, Barry Joule, der beruhmte Spanish-Lover (von dem kein einziges Foto , ausgenommen eines in meinem Besitz, das ich spater zeigen werde, existiert, kein Wort, kein biographisches Element, das ihn an der Seite Bacons aufscheinen làBt: was zeigt, wie gut Francis es schaffte, das unsichtbar zu machen, was er verheimlichen wollte...), aber, bei allem Respekt, es handelt sich dabei im Falle von J. Edwards um einen jungen hinreiBenden Wirt, der Analphabet war und an integraler Dyslexie
litt, weshalb es ihm fast unmòglich war, zu lesen und zu schreiben, und im Fall von Barry Joule um einen Tausendsassa, dessen hòchste kulturelle Leistung es war, Chauffeur vom Tanzer Nurejev gewesen zu sein, und im Fall vom spanischen Verlobten um einen Heuchler, der - wie es die Madrider Tagezeiten von damals dokumentieren - nicht eine halbe Minute daran verschwenden wollte, ihm beizustehen, als Bacon ihn, schon in schlechtem Gesundheitszustand, anlàfilich seiner Ausstellung in Madrid besuchte. Er verstarb ja einige Tage spater - verlassen wie ein Hund. Pablo, der sehr reich und sehr schon war, hatte zwar seine Motive fur seine Ablehnung Francis gegeniiber, aber das ist ein anderes Kapitel.
Mit Sentimentalem werde ich den Leser nicht langweilen, aber mit Francis lernte ich zwischen IRA, Dubliners Fighting und Irish Volunteers zu unterscheiden ( er war vom Terorrismus besessen). Als M. Thatcher ihn als ,,schrecklicher als seine eigenen schrecklichen Bilder „ bezeichnete, war ich der einzige, der ihm beistand, wobei ich ihn daruber informierte, dafi er wegen Betrugs am Staat unter Verdacht stand. Ja, es ist wahr, er betrank sich und er verliebte sich sogar in Diebe (siehe G. Dyer), aber das was ihn begeisterte, war der Abgrund, von dem aus er die Serial-Killer, die Mafiosi, die blutrunstigen Attentater gekrònt sehen konnte.
Ich habe ihn interviewt und war von Zeit zu Zeit sein Freund. Was ihn sehr ergòtzte, unter anderem, war, daB ich ihm alles erzahlte, aber sicher nicht bagatellisierte. Um nicht von den Festen in venezianischen Renaissance-Palàsten zu sprechen, zu denen ich ihn mitbrachte, wie jenes der Malerin Contessa Orietta Rangoni Macchiavelli. Er war unentschlossèn^oS er ihre erhabenen Tintoretto oder ihren erhabenen Fragolino (Wein) mehr schatzen solite.
Es war kein Zufall, daB er diejenigen besturzte, die die italienische Malerei in die Hòhe erhoben, indem er scheinheilig verkùndete: Morandi, Burri?Wird schon so sein, aber sicher sind sie weniger wichtig als Orietta Rangoni."

In Wirklichkeit hielt er nur Leonardo Cremonini seines eigenen Genies in Italien fììr wurdig, den er seit den gemeinsamen Ausstellungszeiten in der Gallerie von Erica Brausen kannte. Auf seiner Vespa lieB er sich, kein Zufall, quer durch Rom fahren als er das erste Mal nach Italien kam und ihn besuchte er in Sizilien, wieder kein Zufall, kurz bevor er starb.
Wenn ich mit dir gelebt hatte, abgesehen von deiner schrecklichen Vorliebe fur Frauen, dann hatte ich meine Sixtinische Kapelle gemalt, inmitten ali dieser dummen Leute, mit denen ich hier in London in Kontakt bin."
Wenn ich zu einem kulturellen Verbrechen beigetragen habe, durch die Hunderte von Zeichnungen, zu denen ich ihn inspiriert habe, so glaube ich, habe ich mich teilweise gebessert.
Zeichnungen, die bisweilen besser waren als seine Bilder - gerade weil er mit seinen Originalen auf Leinwand nicht ganz so zufrieden war ( das ist zum Beispiel, bekannterweise , bei den Kreuzigungen und bei den Papsten der Fall). Dem (damaligen) formalen System der englischen Authentizifierungen nicht geschmeichelt zu haben, hat zu MiBtrauen und Bestiirzung gefuhrt,das verstehe ich, aber wenn man die lacherlichen Kritzeleien betrachtet, die ihm heute zugeschrieben werden, wird man verstehen, dafì ich diesem System nie getraut habe.
Abgesehen vom ... Marlborough, der von mir sagte, wobei er mich jedoch bezeichnenderweise nie anzeigte-: ,,Signor Ravarino ist ein armer Verruckter. Bacon hat in seinem Leben keine einzige Zeichnung gemacht." Nur in seinem Studio fanden sich ...
neunzig. (Einige davon genial, andere hingefetzt.)
Sein Besitzer F. Lloyd muBte auf die Bahamas fliehen, um nicht im Gefangnis zu landen, Valerie Beston ist nach Frankreich geflohen und schiitzte Alterssenilitat vor (bevor sie es wirklich wurde) und Estate ( Name oder Jahreszeit Sommer) Bacon hat sie vor Gericht gebracht und beschuldigt, ihn betrogen, ausgeraubt, erpresst zu haben.
Es kam dann zu einem Unentschieden, aber es zeigt von der Reinheit jener, die iiber meine Geschichte skeptisch waren.
Wie man weiB, haben andere Schakale, andere Wurmer versucht, sich in die Geschichte zu verbeiBen, aber ich ziehe es vor, mich nur die schone Seite zu erinnern.
- Das bedeutende Burlington Magazin hat in seiner lOOjahrigen Ausgabe den Corpus meiner Bilder mit absoluter Uneigenniitzigkeit anerkannt.
(Margerita Cappock hat den einzigartigen Beitrag geschrieben, sie hat auch sein Studio in Dublin rekonstruiert) - Sir Nicholas Serota, Direktor der Tate Gallery, sendete mir ein sehr freundliches Antwortschreiben auf meine Anfrage beziiglich der Echtheit von zweien meiner Originale. Er ist am Englischen Institut verantwortlich fur die Kontrolle
von Kunstwerken.
- Marlene Dumas, in etwa eine weibliche Francis Bacon, erklarte in einem Fernsehinter-view glucklich und erschiittert: ,,Sie sind noch viel schòner als die Bilder seiner letzten Periode."
- Der_Sanasler-Vittorio Olcese erklarte mit leuchtendem Bedauem: „ Wie schade, daB echt sind. Wenn sie gefalscht waren, hatten wir ein noch groBeres Genie als Bacon" - Giorgio Soavi hingegen wartete mit einem seiner iiblichen Understatement auf, darin ist er ein wahres Genie. Nachdem er die Bilder fast eine halbe Stunde in absoluter £- Stille betrachtet hatte, fragte er mich: «Entschuldigen Sie, haben Sie einen Hammer?" ^ Verbliifft. ,,Mit dem kann ich ihm ??wem? auf den Kopf schlagen. Ich werde nie genug Geld haben, sie alle zu kaufen."

Der Direktor des Museums des Vatikans, Francesco Buranelli, war geriihrt und und sehr interessiert, als er die Bilder neben der Sixtinischen Kapelle ansah. Der beriìhmte englische Regisseur Peter Greenway war voller saturnisch-gieriger N Neugier und wollte um jeden Preis von mir wissen, pb es fur Bacon leidenschaftlicher war, stranguliert oder mit dem Messer gestochen zu werden (ich nehme an, er wollte einen Film daruber planen).
Meister Leonardo Cremini, den Bacon als einziges ihm ebenburtiges Genie betrachtete sah die Bilder in seiner wunderschònen Renaissancevilla in
der Nahe von Florenz. Er betrachtete sie mit einer Intensitàt, daB es schien, als wiirden die Bilder unter seinem Blick zu brennen beginnen. Seine verbluffte Unglàubigkeit verwandelte sich langsam in verbluffte Bewunderung und er stiirzte sich auf die Bilder, um sie zu umarmen, was mich sehr beruhrte und beeindruckte. ,,Ich habe sie schon geme" hauchte er mit gebrochener Stimine und dann umarmte er sie - eine Geste, zu der kein schrecklicher Gallerist dieser Welt fahig ist - so, als ob sie lebendige Kreaturen waren, was sie ja vielleicht effektiv auch sind.
Was dazu die Bacon-Experten und die betitelten Kunsthistoriker Gutes zu sagen haben, daruber werde ich in einer zukunftigen Ausgabe sprechen, weil das elende Meer der Welt der Kunst voller ,,Wurmer" ist, die davon ublen Gebrauch machen wurden.
Vor so vielen Jahren nun ist der arme Francis in Madrid gestorben, ohne irgend jemanden, der ihn auch nur ein bisschen Trost schenkte, ich mit gerechnet. Er hatte mich vom Krankenhaus aus angerufen (wie mir das Pflegepersonal mitteilte, war es der einzige Anruf). Aber ich bin nicht zu ihm gefahren, weil es mir zu anstrengend war, zweimal Flugzeug zu wechseln, um zu ihm zu kommen — eine Faulheit, iiber die ich mich jede Sekunde fur den Rest meines Lebens schamen werde.
Als ich das Pflegepersonal danach fragte, sagten sie mir, er habe eìnen einzigen Schrei ausgestofien, der so schrecklich war, daB er ihm das Kiefer ausrenkte.
Nichts war so entfernt von seinen Bildern wie sein Leben. Mit seinem Tod hat er vielleicht das Erschreckendste gemalt, ohne es zu wollen.

Ubensetzt von Karin Eva Hofbauer de Wit.




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